Es ist wieder soweit: Halloween steht vor der Tür, die Zeit, in der alle komisch aussehen. Bei uns war es gestern schon so weit, denn sonntags weggehen ist ja uncool. Geplant war die Halloweenparty im Quer, eine Disco auf dem Hans-Albers-Platz, doch da musste man sich natürlich auch verkleiden. Daher trafen wir uns gestern alle spritzig-fröhlich bei Kevin um uns zu verkleiden. Ich war natürlich, wie jedes Jahr, ein Vampir, dieses Mal allerdings nicht mit roten Augen, sondern mit weißen Augen. Ich sah schon cool und vor allem furchteinflößend aus. Bleich mit tiefen Augenringen, blutigen Mundwinkeln – das Kunstblut brannte enorm auf der Haut – und spitzen Eckzähnen. Natürlich war ich auch schick angezogen, wenn  auch ohne Umhang.

Kevin war ein gefallener Engel mit schwarzen Flügeln, schwarzen Pupillen und schwarzen Haaren. Und natürlich ein paar Wunden vom Sturz, die Patricia freundlicherweise modelliert hat. Sie modellierte auch Hennings Wunden. Sie selbst war, genau wie Claudia eine Hexe, auf dem Kiez aber wurde sie ziemlich oft als „Harry Potter“ bezeichnet. Das nervte sie ein bisschen, aber im Club selbst dann hatten wir Spaß, tanzten und wuselten umher, waren ab und zu draußen, dann aber auch wieder drinnen. Ich hörte von der Kassiererin nur ein „oh Gott, ich habe Angst“, und das nur wegen solcher doofen weißen Kontaktlinsen, echt lustig, die Dinger sind auch toll. Naja, wir waren dann aber auch irgendwie wieder recht früh zuhause.

Nun bin ich aber auch schon wieder wach, der Alkohol halt, der hält mich irgendwie immer wach. Ich werde jetzt erst mal das schminkeverseuchte  Bad putzen, das dauert wohl seine Zeit, der Fußboden ist quasi schwarz. In diesem Sinne: Happy Halloween!

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