Foto von Sylwia Bartyzel

Wir betreiben irgendwie ganz schön viel CouchSurfing. Dieses Mal, von Donnerstag bis gestern, waren zwei liebe Leute aus Kolumbien hier. Haben sich irgendwie ‘ne scheiß Zeit ausgesucht: es schüttete wie aus Eimern. Naja, Pech gehabt. Die beiden sind Geschwister, ein Junge, John, er ist 23 Jahre alt, schwul und lebte schon einige Zeit in Deutschland. Seine Schwester Lina ist 15 und hat zu ihrem Geburtstag eine Europareise geschenkt bekommen. Leider spricht sie keine andere Sprache als Spanisch.

Ich fand das etwas schade, weil sie sich so ja überhaupt nicht mit uns unterhalten konnte. Aber naja, sie wussten ja, dass wir kein Spanisch sprechen.Die beiden kamen hier um 22 Uhr am Bahnhof Barmbek an, wo wir sie abholten. Dann gingen wir mit ihnen nach Hause, die lebten sich kurz ein, aßen und tranken etwas, sprachen mit uns und spielten dann mit uns Mario Kart Wii. Das war lustig, John verlor immer, ich war recht gut. Wir gingen schlafen, die beiden telefonierten noch mit ihrer Mutter und waren dann auch irgendwann sehr spät im Bett.

Am Freitag wachten die Kolumbianer, welche direkt aus Bogotá kamen, vor uns auf und gingen duschen. Jaja, da merkte man, dass die sich irgendwie wie zuhause fühlten. Beide duschten mindestens eine halbe Stunde. Auch die Pünktlichkeit war nur so semi. Sie wollten um acht aus dem Haus um sich Hamburg anzuschauen. Wann standen sie auf? Richtig! Um zehn. Also verließen sie uns nach einem Kaffee erst um zwölf. Wir blieben zuhause, weil wir krankgeschrieben waren.

Als sie um acht wiederkamen saß man kurz zusammen, diskutierte darüber, was man spielen könne, kam aber darauf, dass Brett- und Kartenspiele von irgendwem immer nicht gemocht wurden. Lina konnte die meisten Spiele ja eh nicht verstehen. Also kamen wir wieder zu Mario Kart Wii, weiter ging es dann über Wii Fit Plus zu Wii Sports beziehungsweise Tennis. Das war lustig, doch trotzdem mussten wir dann irgendwann schlafen gehen.

Gestern standen wir mit den beiden auf, ihr Bus nach Paris – die Fahrt dorthin dauert dreizehn Stunden – fuhr um 16 Uhr. Sie tranken noch einen Kaffee, wir alle machten uns fertig, sie packten. Auch wenn wir es partout verhindern wollten, konnte man John nicht davon abhalten noch abzuwaschen, nett, irgendwie, irgendwie auch… komisch, oder? Naja, um 14 Uhr mussten wir dann los, weshalb wir die beiden natürlich mit bis Barmbek nahmen, weil Kevin für eine Hausarbeit noch Bücher brauchte und wir danach direkt weiter zur Geburtstagsfeier meiner Mutter fuhren. Den 40. kann man ja schon mal gemeinsam feiern.

Also zusammengefasst haben wir leider recht wenig mit den beiden gemacht, schade irgendwie, aber ist ja auch doof, wenn man sich nicht unterhalten kann. Nächste Woche kommt aber schon wieder ein CouchSurfer, was ich super finde, da der aus Berlin kommt, wo dieses Wochenende, genau heute, die AndersrumPortrait-Ausstellung direkt am Brandenburger Tor stattfindet. Ich habe ihn erstmal dazu verdonnert ein paar Fotos zu machen. In diesem Sinne: bis demnächst!

Besuch aus Kolumbien.
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