Foto von Riley Briggs

Melanie und Jette, zwei Mädels aus Leipzig wollten von Montag auf Dienstag bei uns übernachten, weil sie einen Norddeutschland-Trip machen wollten. Ganz lustig war das, sie wollten hier per Anhalter ankommen, fanden aber wohl einen netten jungen Mann, der ihnen das Geld für ein Niedersachsen-Ticket in die Hand drückte, sodass sie hier mit der Bahn ankamen. Am Bahnsteig trafen wir sie auch, gut zu erkennen an den Pappschildern mit der Aufschrift „Hamburg“, „Nordsee“ und „nach Hause“. Besonders das letzte gefiel mir. Melanie macht demnächst ein Soziales Jahr in Kenia, Jette ’ne Ausbildung zur Bankkauffrau. Und da das Abitur nun vorbei ist, könne man vor dem nächsten Lebensabschnitt nochmal Norddeutschland sehen. Hier kochten die beiden Für uns Spaghetti mit Tomatensoße aus echten Tomaten – sie nannten es „sächsische Nudeln“, natürlich nur als Scherz. Man unterhielt sich noch ein bisschen, dann ging man schlafen.

Am nächsten Morgen ließen wir die beiden schlafen, denn wie sie uns mitteilten, wollten sie zwar Norddeutschland sehen, haben aber nicht weiter als bis zu uns geplant. Also schauten sie sich gestern Hamburg an, während wir arbeiteten, dann kamen sie irgendwann abends wieder. Kevin und ich mussten wach bleiben, weil Kevin Karten für die „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“-Preview organisiert hat. Die begann um 00:01 Uhr. Ich war todmüde, aber musste ja sein. Die Mädels blieben also wach, bis wir gingen. Erzählten uns noch, dass sie eigentlich planten an der Nordsee zu übernachten – ohne Zelt – aber war dann ja doch nicht so. Der Film war gut, der beste Potter-Film würde ich sagen, allerdings ist das in 3D so eine Sache. 3D-Filme sind wohl nicht gut für mich, mir wird da immer übel. Aber an sich war das Bild sehr schön, es waren einfach schöne Szenen, aber 2D reicht da auch, die Effekte sind nicht extra für 3D optimiert.

Jedenfalls ging ich deshalb heute nicht zur Arbeit, sodass wir die Mädels noch verabschieden konnten, deren Reise nun nach Cuxhaven führte, dann wieder zurück nach Leipzig, genauer gesagt nach Colditz, wo irgendein komisches bekanntes Schloss steht. Naja. Es war ganz lustig, aber nun brauch ich auch erst mal wieder ein bisschen Ruhe.

Besuch aus Leipzig.
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