Eben führte ich mit meiner Texterin Soraya eine Diskussion über Farben. Welche Farben wir präferieren, welche nicht und warum. Ich mochte Grün. Ich mag Grün immer noch, aber durch gewisse Umstände hat diese Leidenschaft an Feuer verloren.

Das Feuer flammt allerdings im Orange wieder auf. Ich mag Orange. Das ist so warm. Wie ein knisternder Kamin. Trotzdem nicht aggressiv bedrohlich wie Rot. Ich mag Rot nicht. Rot ist mir viel zu aufdringlich. Rot sagt immer so „hey, komm mit mir mit, ich bin willig.“ Manchmal auch billig. Das mag ich nicht. Da ist grün schon wesentlich entspannter. Wie das Meeresrauschen. Einfach ruhig und klar. Wie das Wasser.

Wie Blau. Allerdings ist Blau ziemlich distanziert und kalt. Da fröstelt es mich immer. Ich mag Orange. Oder Gelb. Die Sonne ist gelb. Gelb ist grell. Ich mag starke Farben, Farben die sagen „hey, da bin ich, schau mich an, ich kann was!“ Farben müssen leuchten.

So Pastellfarben sind immer so schüchtern. Die trauen sich nix. Ihnen fehlt nur noch die große Brille und der graue Wollpulli, wohinter sie sich verstecken können. Allerdings sind die Farben ja dann noch farbloser, als es Pastellfarben eh schon sind.

Dunkle Farben sind da das genaue Gegenteil. Nicht schüchtern, sondern mehr so die Schläger im Farbroulette. Die bedrohen einen und sagen „ich mag dich nicht, ich mag niemanden, ich bin ein Einzelgänger!“. Meist sind sie das aber nicht, sondern haben ihre Hood. Ihre Gang. Das ist doof.

Niemand möchte gerne bedroht werden. Besonders das unschuldige Rosa nicht. Das kleine süße Mädchen unter den Farben. So unschuldig und verspielt. Spiele sind meist sehr bunt. Ein buntes Treiben sozusagen. Diesem Treiben schaut Violett aber meistens nur zu. Violett ist eher einsam. Etwas deprimiert, fast schon verzweifelt. Das ist nicht gut. Niemand mag Violett. Okay, nicht jeder mag Violett. Aber das ist ja bei Orange auch ähnlich.

Die beiden haben einfach einen komischen Charakter. Ich mag komische Charakter. Violett mag ich auch ein bisschen. Aber im Endeffekt geht nichts über meinen guten alten Freund das Grün: Wir haben mal schlechte Zeiten, aber so ist das ja in der Freundschaft. Es gibt gute und schlechte Zeiten. Eine gute Freundschaft übersteht das aber!

Das Farbenspiel des Winds.
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