»Ist das nicht so ein Farbenfestival?« – Naja im Grunde schon. Aber man betätigt sich noch sportlich. Durch zufall habe ich vom Color Run erfahren und war hellauf begeistert. Nicht ganz so abgedroschen wie so ein Holi-Festival und trotzdem abgedroschen genug für mich.

Ich meldete mich mit ein paar Kollegen als Team an. Da wir unsere T-Shirts, Startnummern – meine war die 55249 – und Farbpakete schon vorher abholten, kamen wir recht spät zum Startpunkt an der Imtech-Arena. Das war natürlich auch der Grund dafür, dass wir recht spät starten konnten. Naja, Stimmung war trotzdem da, irgendwie waren wir sogar schon recht bunt, auch wenn wir am Startpiunkt theoretisch noch weiß bleiben sollten. Naja. Hat halt nicht geklappt. Neben uns waren einige Mädels in Tütü, die einen Schwan mit sich umhertrugen – Schwanensee quasi.

Irgendwann durften wir dann starten. Fünf Kilometer über stock und Stein quer durch Stellingen. Nach jedem absolvierten Kilometer wartete eine sogenannte »Color Zone« auf uns. Die kann man sich wie eine Waschanlage vorstellen. Der Boden schon total grell einfarbig eingepudert, lief man durch das Color-Zone-Tor und wurde von vielen farblich passend gekleideten Menschen mithilfe von solchen Ketchup-Tuben, wie man sie vom Imbiss-Wagen kennt, in den jeweiligen Farben mit dem Farbpulver besprüht.

Color Run: Jan läuft sich bunt

Color Run: Jan läuft sich bunt

Color Run: Farbkampf zwischen Svenja & André

Color Run: Farbkampf zwischen Svenja & André

Color Run: Farbkampf zwischen André & Jan

Color Run: Farbkampf zwischen André & Jan

Color Run: Svenja

Color Run: Svenja

Color Run: Jan

Color Run: Jan

Color Run: Farbkampf zwischen Svenja & Jan

Color Run: Farbkampf zwischen Svenja & Jan

Color Run: Farbkampf verloren

Color Run: Farbkampf verloren

Color Run: Nass

Color Run: Nass

Fünf Kilometer sind gar nicht so lang fiel mir auf. Trotz dessen ich vorher eher keinen Sport gemacht hab. Zwischendrin gab es natürlich auch Wasser für die vielen Läufer. Die letzte Color Zone war die lustigste/dramatischste/die, auf die alle warteten: PINK. Lag einfach daran, dass das auch das grellste Farbpulver ist. Blau war vorher, das war auch schon sehr cool. Jedenfalls gab es kein pinkes Pulver mehr. Was machen die meisten Läufer also? Na klar: sie wälzen sich auf dem Boden, da liegt ja schließlich genug rum. Das war schon ein sehr skurriles Bild. Kurze Nebeninfo: fast eine Woche später bin ich immer noch Pink, ich bekomm diese Farbe einfach nicht mehr ab.

Nun war es aber auch schon geschafft. Fünf Kilometer waren vorrüber. Nun konnte man etwas tanzen. Und Bier trinken. Und sich mit Pulver bewerfen. Es war echt witzig. Ich bin ja eigentlich nicht so der Mensch, der sich gerne mit Kram bewirft, ich mag ja schon das Gefühl von Kreide an den Händen nicht, aber das fand ich echt cool. Nebenbei erwähnt: Dieses Maismehlpulver schmeckt enorm salzig. Wie eine Elfe hüpfte ich umher und verteilte meinen bunten Feenstaub. Zumindest fühlte ich mich so.

Das Wetter spielte weitestgehend mit. Zumindest zu Beginn. Irgendwannn schüttete es wie aus Eimern. Ich sah aus wie Sau. Vorher ja schon, aber zum Schluss war ich mehr so ein einziger bunter Matschklumpen. Um 13 Uhr wurde noch kurz ein Farbwurf-Kinotrailer für Brillux gedreht, es regnete nicht mehr doll. Ich nutzte die Chance für ein paar Fotos. Naja, meine Kamera ist immer noch nicht wieder richtig sauber, aber dieses Erlebnis war schon irgendwie cool. Man witzelte mit fremden Leuten umher, im Endeffekt war es wie so ein kleines Festival.

Diese bunten Farben sind wie eine Droge, man will immer mehr davon und ist total berauscht. Wir tanzten weiter ausgelassen, bis die Musik schlechter wurde, dann fuhren wir nach Hause und wurden von allen Leuten schief angeguckt. Egal, es war einfach total witzig, da stört einen das bisschen Aufmerksamkeit kein Stück mehr. Nächstes Jahr lauf ich definitiv wieder mit.

Lauf Dich bunt!
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