Endlich wieder auf einem Konzert. The XX. Live. Mit ihrer Tour »I see you«. Uuuh. Das muss gut werden. Gestern war es soweit. Viel zu früh standen wir vor der Alsterdorfer Sporthalle und warteten auf Petra und Silvia. Es war wirklich kalt. Wir stellten uns in die Schlange. Immer wieder. Bis die beiden kamen. Währenddessen berichtete eine Frau hinter uns von ihrem Parship-Date bei einem Katzenjammer-Konzert. Übrigens auch eine sehr gute Band!

Endlich im Warmen. Die Schlange rückte zum Glück schnell voran. Brezeln und Bier. Wie beim Oktoberfest. Wir hatten Hunger. Die Brezel war warm. Schmeckte aber recht neutral. Nun ja. Mit dem Bier stellten wir uns in die Mitte der Halle. Da ging es auch schon los. Kelela als Support-Act. War ganz okay, so für den Hintergrund. Aber wirklich vom Hocker gerissen – okay, ich saß ja auch gar nicht – hat sie mich nicht.  Ohne Verabschiedung verließ Kelela die Bühne. Das Deckenlicht ging an. Stimmungskiller hoch zehn.

Die Dunkelheit kam dann aber doch schneller als man gucken konnte. Elektronische Bässe. Licht. They say you are dangerous, but I don’t care! If this only ends in Tears… than I won’t say »goodbye«! Schön. Nur die Gruppe neben uns nervte etwas. Ganz stressig quetschten die sich erst neben uns, um uns dann von unserem Platz zu verdrängen. Aber nee. Nicht mit mir. Ich hab mich nicht wegdrängeln lassen. Aus Prinzip. Ein Glück suchten sich die kleinen Kiffer aber später einen anderen Platz. Glück gehabt.

So don’t think that I’m pushing you away, when you’re the one that I’ve kept closest. Chrystalized. Dieses Bühnenbild war übrigens großartig. Alles verspiegelt. Selbst die Decke. War wirklich beeindruckend. Und passend zum Albumcover. Sowas mag ich ja. It’s so overwhelming, the thrill of affection feels so unfamiliar. You say something loving. Necim sortierte sich kurzzeitig aus der Menschenmenge aus.

I am yours now. So now I don’t ever have to leave. Islands. Gänsehaut. Eines der wenigen Lieder mit einem wirklich richtig guten Musikvideo. My name on your lips. Your air in my lungs. Drowned in oxygen. Ich schwebte kurzzeitig in anderen Sphären. Mirroring situations. Accurate imitation. Do I watch and repeat? They all say I will become a replica. Gefühlt stand ich da gerade auch kurzzeitig alleine in den Massen. Es war schön. Basic space, open air. Don’t look away, when there’s nothing there. Wohin ist eigentlich mein Freund verschwunden? Ich geh ihn mal suchen.

Oh. Man ist das voll hier. Ich quetschte mich durch Menschen. Eng an eng gepresst. Hätte nicht gedacht, dass das so voll wäre. An der Treppe angekommen kämpfte ich mich nach oben. Romy stimmte eine Art Akustik-Version von »performance« an. Oh Gott. Wunderschön. Ich war im Zwiespalt. Suche ich Necim oder bleibe ich kurz einfach hier stehen. Da fiel er mir aber eine Treppe weiter auch schon ins Auge. Ich stürmte schnell durch den Außenbereich zu ihm. Das war für mich tatsächlich das beste Lied. Mit ein paar Tränen. Super emotional. Super schön.

Ich wollte nicht weiter oben hinter dieser Säule stehen – die Security-Dame zwang uns aber dazu, weil man bloß nicht einen Zentimenter auf der Treppe stehen durfte. Nun ja. Wir gingen wieder runter zu den Stehplätzen und drapierten uns da. Das war okay. Den nächsten Song kannte ich gar nicht. Lag aber wohl daran, dass das ein Cover von Drake war. Aber ein gutes Cover. Zu gut. So I will be brave for you. Stand on a stage for you. Do the things that I’m afraid to do. Wieso macht mich Musik eigentlich immer so emotional? Ist doch stressig.

Zu den anderen kamen wir definitiv nicht mehr. Dafür war es einfach zu voll. Krass. Vor ein paar Jahren haben The XX in Hamburg vor zehn Leuten gespielt und nun ist es einfach vollkommen überlaufen. With every Kiss from a Friend, with everything I pretend not to feel. Am I too high? Am I too proud? Is the Music too loud … for me to hear? Every Beat is a violent Noise! Wir tanzten ein wenig. Ich finde, Necim hätte sich keine bessere Band für sein allererstes Konzert aussuchen können. I can’t give it up. To someone else’s touch. Because I care too much. Infinity.

Watch things on VCRs. Die verspiegelte Decke bewegte sich. Alles wurde ein bisschen bunter. Ein bisschen glitzernder. Noch ein bisschen schöner. Ein bisschen romantischer. I’ve been a romantic for so long. All I’ve ever heard are love songs. I dare you! Fiction when we’re not together. Mistaken for a vision, something of my own creation. Eines der wenigen guten Lieder auf »Coexist«. Von dem zweiten The XX Album war ich leider echt nicht so überzeugt. Das dritte wiederum reißt das um längen wieder raus!

Maybe I had said, something that was wrong. Can I make it better, with the lights turned on? Shelter. Ich hab echt ein bisschen vergessen, wie schön das erste Album »XX« schon war. Natürlich durfte ein Lied von Jamie XX auch nicht fehlen. I go to loud Places to search for someone to be quiet with. Ich habe auch ein bisschen darauf gehofft. Ich sitze nachts bibbernd vor Kälte alleine am Bahnhof und warte auf den Zug. Da habe ich das Lied zum ersten Mal gehört. Und irgendwie war mir plötzlich weniger kalt.

Das sollte es jetzt schon gewesen sein. Naja. Fast. Zugaben sind ja Gang und Gebe. Und ohne den größten Hit geht keine Band von der Bühne. And every time I let you leave. I always saw you coming back to me. When and where did we go cold? I thought I had you on hold. Handylichter. Überall. Die Halle war hell erleuchtet. Habe ich schon erwähnt, dass The XX das beste Intro von allen Intros, die es jemals auf der Welt gab und geben wird, haben. Nein? Jetzt schon.

But I think I’m ready, as long as you’re with me. Being as in love with you as I am. Alle sangen mit. Gänsehautmoment. Ein wirklich schöner Moment war das für mich. Alles. Musik. Menschen. Das ganze Drumherum. Es war einfach nur schön. Ein wirklich gelungener Abschluss!

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