Damals. Mein 22. Geburtstag. Schnapsgeburtstag. Es gab nur Schnaps. Ein Tipp: mach so was nie. Man muss ja mit jedem anstoßen, mit Schnaps ist das eher unschön. Jeder kennt ja ein paar Trinkspiele. Vorzugsweise Würfelspiele. Die sind kurzweilig. Jeder kommt mal dran. Ich will Dir die nächsten Tage nun ein paar Trinkspiele näher bringen. Ich beginne mit dem Klassiker: Meiern.

»Meiern« ist auch unter »Mäxchen« bekannt. Ein gutes Spiel zum Vorglühen, wenn man weggeht. Man kann entspannt spielen, muss noch ein bisschen denken und wird in der Regel nicht so schnell betrunken – es sei denn man ist schlecht im Lügen oder zu misstrauisch. Ganz unterhaltsam, haben wir damals auf Klassenreisen schon immer gespielt.

Meiern.

Der erste Spieler beginnt und würfelt, das Ergebnis zeigt er aber niemandem. Er sagt in die Runde, was er gewürfelt hat und reicht den Knobelbecher weiter. Der nächste Spieler würfelt ebenfalls verdeckt und sagt ebenfalls, was er gewürfelt hat. Gemein an der Sache ist jetzt: Jeder Spieler muss eine mindestens genauso hohe Wertigkeit wie sein Vorgänger ansagen, ob er diese tatsächlich erwürfelt hat oder nicht! Wenn man schlechter gewürfelt hat als sein Vorgänger muss man lügen – der erste Spieler darf natürlich auch flunkern.

Nach jeder Ansage wird der Würfelbecher weitergegeben. Jeder Spieler hat die Möglichkeit – natürlich bevor er würfelt –, die Ansage des Vorgängers anzuzweifeln. Stellt sich heraus, dass der Vorgänger gelogen hat muss der »Lügner« trinken. Falls ein Spieler die Ansage seines Vorgängers anzweifelt, die Ansage aber richtig war so muss der »Zweifler« einen Schnaps trinken. Anschließend geht es von vorne los.

Eine Besonderheit ist der »Meier«: Als Meier bezeichnet man das Würfelergebnis 1 und 2, welches auch die höchste Wertigkeit besitzt. Behauptet einer der Spieler Meier gewürfelt zu haben geht es um zwei Schnäpse.

Die Wertigkeit: Kombinationen von zwei Zahlen werden (außer der Meier) als eine Zahl dargestellt. Ein Pasch ist immer höher als eine andere Kombination. Das höchste Ergebnis ist dann der Meier (1+2).

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