Freitag, wir sollten Besuch kriegen. Von Mona und Christl, wie sie liebevoll von Mona genannt wird, aus Mainz. Es fing schon wirr an. Man schrieb sich SMS hin und her, weil sie von einem anderen Host zu uns kamen. Die Busse aber nicht so fuhren wie erwartet. Daher liefen sie zu uns und wir ihnen entgegen, am Ende traf man sich und nahm den Mädels die Koffer ab.

Bei uns angekommen machten die Mädels sich erstmal breit. Anschließend gingen wir einkaufen und die Mädels machten Spunderkäs (superlecker, den Namen kann ich mir aber immer noch nicht merken), es wurde geredet und irgendwann fiel man is Bett.

Am Samstag hatten wir viel vor. Um 13 Uhr trafen wir uns nämlich mit Claudia bei Jim Block. Einmal natürlich um zu essen, aber auch um uns die CSD Parade anzusehen. Vorher waren wir aber noch bei Monkey Donuts um die Hamburger Variante zu Dunkin Donuts mal zu testen. War super!

Wir schnappten uns also ein Block-Menü zum Mitnehmen, wusste gar nicht, dass das geht, und setzten uns an die Alster. Die Parade brauchte noch. Dann liefen wir ein wenig durch die schwule Masse um uns einen guten Platz zu suchen. Kaum gefunden ging’s auch schon los. Lustige Menschen hüpfen umher. Schlechte Musik wird gespielt.

Im Endeffekt war es aber nicht so skurril, wie erwartet, war ja noch nie auf ’nem CSD. Aber alles haben wir auch nicht gesehen, da wir zwischenzeitlich wegen starken Regens im Alsterhaus verschwinden mussten. Spannend waren aber zwei Storys: ein Kerl, der eine Kutsche mit Menschen drin mit dem Mund zog – war mehr so ein Rikscha-Ding –, und ein Kerl, der zu Kevin meinte „nur anfassen, nicht gucken“.

Später traf man sich dann noch mit Annka und Martina und redete ein bisschen, ehe wir wieder nach Hause fuhren, weil es nass und voll war. Außerdem hatten wir noch viel vor. Wir mussten nämlich auf den Kiez. Ist ja klar.

Erst aßen wir noch ein wenig, dann machten man sich hübsch, Mona machte mit ihrem Nagellack streifen an unseren Spülkasten und ich bat sie, die mit Nagellackentferner wegzumachen. Doofe Idee. Jetzt ist das Plastik angeraut. Scheiß Lösungsmittel. Jedenfalls kam dann abends noch der erste Host – Daniel – der beiden zu uns und brachte eine Flasche Skyy Wodka mit, weil er keinen Vodka trinke. Wir boten ihm im Gegenzug ein Bier an.

Es ging über die Boutique Bizarre mit geschockten Gesichtern weiter zum Thomas Read, Mona schwärmte vorher schon ein wenig davon, ich mag es auch, wieso kombiniert man das also nicht? Ich wollte mich nach dem CSD nicht umziehen, also zog ich mir nur eine Strickjacke über mein Muskelshirt, um diese drinnen wieder auszuziehen und in die Tasche meiner kurzen Hose zu stopfen. Das geht erstaunlicherweise echt gut.

Man tanzte dann hier ein bisschen, tanzte da, machte Fotos, irgendwann fiel mir auf, dass ich noch den „Nimm mich!“-Aufkleber auf meiner Brust kleben hatte. Egal. Wir waren draußen, drinnen, saßen im Pub und lauschten der Livemusik und tanzten und machten Fotos und lachten und hatten Spaß. Gegen 4 Uhr – ich war noch wach –, machten wir uns auf den Weg zum Fischmarkt.

Wir schlenderten so hier und da rum, aßen etwas, waren kurz in der Fischauktionshalle, wo Daniel mit seinem Kaffee nicht reinkam. Dann ging’s über die Landungsbrücken nach Hause und ins Bett. Ich hab schon lange nicht mehr so lange durchgehalten. Echt gut.

Sonntag kam Annka zu Besuch und wir durften uns unsere Urlaubsbilder angucken, danach gingen wir dann auf den DOM, wo Kevin wie wild an diesen Münzschiebern spielte, Mona und Christl wurden angesteckt und alle daddelten an diesen Automaten. Ich kann denen ja nichts abgewinnen. Aber ich wollte, dass mir jemand einen Om-Nom aus den Greifautomaten holt. Tat aber keiner.

Wir aßen noch ein paar typische Leckereien, waren schockiert von einigen Attraktionen und spielten noch mal an den Münzschiebern. Mona gewann komischen Kram: Hello Kitty Aufkleber und Seifenblasen. Dann mussten wir auch eigentlich schon wieder los zu den Wasserorgelspielen.

Ich dachte, ich wüsste den Weg. Wusste ich aber nicht. Wir liefen einmal quer durch Planten un Bloomen, ehe wir ankamen. Das Thema der Lichtspiele war Tango, wir kamen aber nicht rechtzeitig. Haben jedoch nur ein bisschen verpasst. War wieder mal sehr schön und voll.

Danach pustete Mona mit ihren Seifenblasen rum. Die ganze Zeit. Hierhin, dahin, überallhin. Überall Seifenblasen. das war schon lustig. Und schön. Ich mag Seifenblasen. Auf dem Heimweg pustete sie auch durchgehend in der Bahn damit rum. Fremde Kinder fühlten sich dazu animiert die Seifenblasen platzen zu lassen.

Am nächsten Abend – tagsüber mussten wir ja arbeiten bzw. zur Schule – trafen wir uns in der Magnum Lounge in der Mönckebergstraße. Boah war das ein geiles Eis. Magnum mit Schokolade nach Wahl und lustigen Dingen, die dann da draufgestreut werden. der Hammer! Das musste man einfach genießen.

Zuhause machten die Mädels noch mal Spunderkäs für uns, wir spielten etwas Wii, gingen ins Bett und ich fühlte mich immer schlechter. Heute blieb ich zuhause, weil ich krank bin. So konnte ich die beiden immerhin noch verabschieden. Tschüss ihr Lieben, war toll mit euch!

Besuch aus Mainz.

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