Dieses Wochenende waren wir ja nicht nur auf der Coke SoundUp-Show, nein, wir hatten auch Couchsurfing-Besuch aus Dänemark: Camilla und Bianca. Zwei junge Mädels, die herkamen um auf’s Panic At The Disco-Konzert zu gehen – zur gleichen Zeit wie unser Konzert.

Die beiden waren nett, etwas schüchtern, aber umgänglich. Bianca war ein bisschen verrückt, sie war ein bisschen Punk und ein bisschen Gothic, hatte Cyber-Locks und einen exzentrisch-bunten Klamottenstil. Außerdem war sie am Brustbein gepierct, das sah schon cool aus. Camilla war da eher das Gegenteil: still, schüchtern und sah superlieb aus.

Als sie hier am Donnerstag mit dem Bus am ZOB ankamen und wir mit ihnen nach Hause fuhren durften wir zunächst Waldemar, einem grüngestreiften Affen – oder Zebra, man weiß es nicht – “hallo” sagen. Er kommt anscheinend überall mit hin. Komisches Tier, aber lustig. Hier redete man dann noch ein bisschen, ging ins Bett und wartete den nächsten Morgen ab. Naja ging. Kevin und ich mussten ja arbeiten. Die Mädels kamen auch erst recht spät nach Hause, so dass wir uns gar nicht sagen, weil wir auf einer Party von Eileen waren, die wenigstens recht lustig war.

Am Samstag aber haben wir zusammen gefrühstückt, dann haben sich die beiden für’s Konzert fertig gemacht. Satte drei Stunden. Erstaunlich, wie lange man sich doch so schminken kann. Bianca malte sich ein ähnliches Auge, wie der Sänger der Band es gerne hat, also ein schwarz-blutendes Auge. Camilla bekam eine silberne Blume auf die Schulter gemalt. Ich war etwas neidisch auf deren Konzert. Aber Mando Diao waren auch gut. Dann gingen sie los, aufgestylt bis zum geht nicht mehr, aber naja, es sah nicht unbedingt schlecht aus. Bianca beschrieb sich als Menschen, den ein Regenbogen angekotzt hat. Treffende Beschreibung.

Auch an diesem Abend sahen wir uns nicht mehr, am nächsten Morgen mussten die Beiden ihren Bus um acht Uhr morgens erwischen. Wir standen mit ihnen auf um sie zu verabschieden. Ich war gegen halb acht schon ziemlich ungeduldig, die Dänen komplett entspannt. Dann, um Viertel vor acht dachten sich die beiden doch, dass sie endlich mal losgehen könnten. Natürlich war das zu spät, also zahlten sie beide zirka 60 Euro für ein Bahnticket um wieder nach Hause zu kommen. Naja, eigentlich deren eigenes Pech.

Alles in allem fand ich es etwas schade, dass wir die Mädels kaum gesehen haben, denn der Sinn im Couchsurfen besteht für mich darin neue Leute kennenzulernen und auch was mit denen zu unternehmen und ein bisschen in der jeweiligen Stadt rumzulaufen. Aber naja, nett war es trotzdem!

Besuch aus Dänemark.

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