Ein sonniger Nachmittag in der Schanze. Wir schlenderten zu den Schanzenhöfen, denn da fanden dieses Wochenende die Craft Beer Days 2017 statt. Natürlich mussten wir uns dorthin verirren.

Irgendwann muss ich noch mal eine Ratsherrn-Brauereiführung machen. Einfach weil ich ein ziemlicher Fan dieses Bieres bin. Ist einfach das beste hamburger Bier – vor allem, weil die Ale haben. Ich mag Ale. Viel wichtiger ist aber: sie unterstützen andere kleine Brauereien. Sehr sympathisch! Jedenfalls haben wir uns hier gestern durch ein paar Biere probiert. Teilweise skurril, teilweise großartig!

Next Level Brewing.

Diese Jungs von Next Level Brewing aus Österreich sind ziemlich cool drauf. Und auch der eigentliche Grund, warum wir da waren. Haben nämlich das »Lemon Thyme« beim »Perfekten Dinner« gesehen und das klang echt gut! Ich mag das Logo und auch die Farben der Biere. Peppig, modern, einfach cool und innovativ!

Lemon Thyme.

Freestyle Gose. Ein richtig spannendes und fruchtiges Bier! Schmeckt ein bisschen wie flüssige Pizza. Nach Zitrone und Thymian. Es ist etwas schwerer. Kein Bier, was man einfach so trinkt. Aber zu so einem guten Stück Rind oder Fisch kann ich mir das sehr gut vorstellen! Das perfekte Grill-Bier! Kann ich nur empfehlen!

Tropical Passion.

Aaaah. Ich weiß nicht. Nach dem »Lemon Thyme« hab ich mir da irgendwie mehr erhofft. Das Passionfruit Ale schmeckt zwar gut, keine Frage, aber nicht so intensiv und anders. Etwas fruchtiger als ein normales Ale. Aber auch wirklich nur dezent. Ein gutes Bier, jedoch keine wirkliche Bierneuheit.

Five o’Clock.

Das Earl Grey IPA ist wiederum sehr interessant. Der Tee kommt wirklich gut zur Geltung. Interessanterweise wird es sogar mit jedem Schluck besser! Beim ersten Schluck dachten wir so: »Hui, ganz schön bitter, der Tee hat zu lange gezogen.« Nun ja, was erwartet man auch wenn vorher nur fruchtige Biere probiert hat?! Am Ende war es dennoch echt richtig lecker!

Liefmans.

Beer on the Rocks. Ähm. Was? Die Belgier von Liefmans haben vielleicht komische Ideen. Aber tatsächlich. Dieses Bier servieren die Jungs auf Eis. Verrückt. Aber nicht schlecht. Passt auf jeden Fall zu diesen Bieren.

Fruitesse.

Nur durch Zufall haben wir das Bier entdeckt. Knallrot. Und süß. Sehr süß. Eigentlich schmeckt es eher nach Himbeerbrause, als nach Bier. Ganz gut, wenn man entspant im Park sitzt. Aber ich bezweifele, dass man mehr als eins davon trinken kann.

Yell’Oh.

Gelb. Sehr gelb. Und fruchtig. Etwas säuerlich. Schmeckt aber ganz gut. Nicht so pappig süß, sondern eher dezent. Mit leichter Ananas-Note. Ich mochte das lieber als das Fruitesse. Necim wiederum mochte das hier gar nicht.

Steamworks.

Cucumber Killer Ale.

Alter Schwede ist das Bier gut! Richtig erfrischend, trotz des sehr dominanten Gurken-Geschmacks. Selbst die Leute von Next Level Brewing meinen, dass das ein echt gutes Bier ist. Sie haben Recht. Da haben die Kanadier von Steamworks was richtig gutes kreiert! Von deren wunderschönen Flaschen-Design mal abgesehen. Hipsterig schön. Einfach ein bisschen zum Verlieben. Allerdings auch sehr teuer.

BRLO.

Es gab zwei Stände mit Chili-Bier. BRLO war einer davon. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, dass die Menschen, die Chili-Bier im Sortiment haben, nicht sonderlich daran interessiert sind, das Bier auch unter die Leute zu bringen. Sie wirkten auf mich recht desinteressiert. Schade.

Brazilian Blowout.

Ein mit Chili aromatisiertes Bier. Offiziell zumindest. Für mich schmeckte es eher nach eingelegten Jalapeños. Und die mag ich leider gar nicht. Aber auch nur beim ersten Schluck. Tatsächlich war das auch der schärfste Schluck. Danach dümpelte das so vor sich hin. Hm. Ganz interessant, aber nicht mein Bier. Kann man probieren. Muss man aber nicht.

Buddelship.

Rote Grütze.

Interessantes Sour Fruit Ale. Für meinen Geschmack etwas zu sauer. Ich bin anscheinend einfach kein Fan von sauren Bieren. Dennoch hat dieses Ale eine wirklich schöne Farbe – ein Bisschen wie Grapefruit. Außerdem schmeckt es wirklich nach roter Grütze. Etwas hamburger Flair in einer Bierflasche aus der hamburger Buddelship Brauerei. Sehr gut. Nicht ganz meins. Aber ich kann durchaus verstehen, dass man sich dieses Bier gerne hinter’n Latz kippt. Vielleicht mundet es mir ja mit Vanillesoße wesentlich besser? Sollte ich mal drüber nachdenken.

Fazit.

Die fünf Euro Eintritt haben sich gelohnt. Auch wenn ich weitere fünf Euro als Glaspfand etwas viel finde. Naja, sei’s drum, Pfand kriegt man in der Regel ja wieder. Es war eine nette Atmosphäre. Das Wetter spielte zum Glück auch mit. Ganz schlimm finde ich aber die Tatsache, dass ich es schon wieder versäumt habe, das Halloween-Bier von Ratsherrn zu probieren!

Es gab viel zu entdecken. Einiges herausragend gut. Anderes nicht so toll. Wie das eben so ist. Wenn man aber neugierig und auf der Suche nach neuen und ausgefallenen Bieren ist, ist man bei den Craft Beer Days genau richtig!

Bier aus erster Hand.
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